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Baurecht Bebauungsplan, Haftung, Gutachter,...

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  #1  
Alt 15.02.2010, 19:38
Ahoi Ahoi ist offline
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Ahoi befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Überbauen Grundstücksgrenze mit Wärmedämmsystem

Folgende Ausgangsbasis:
Ich bin Besitzer eines Hauses, das mit dem Giebel am Nachbarhaus angebaut ist. Die Häuser sind in der Tiefe um ca, 2m versetzt. Somit ist mein Giebel an der Straßenseite zu sehen und der Giebel des Nachbars von der Gartenseite. Beide Häuser haben einen eigenen durchgehenden Giebel und stehen auf der Grundstücksgrenze.

Ich habe mich jetzt mit meinem Nachbar darauf geeinigt, dass wir uns gegenseitig die Überbauung des Grundstücks mit einem Wärmeverbundsystem für den jeweiligen sichtbaren Giebelteil gestatten. Weitere Details der Absprache ist die max. Dicke des Wärmeverbundsystems, das die Gestattung kostenneutral ist usw.

Diese Absprachen möchte ich schriftlich festhalten, womit sich folgende Fragen ergeben:

1) Reicht hierfür ein Gestattungsvertrag oder sollte besser ein Vertrag mit Grunddienstbarkeit (notarielle Eintragung) erstellt werden?

2) In wieweit muss das Nachbarschaftsrecht des Bundeslandes berücksichtigt werden?

3) Gibt es hier schon Vertragsvorlagen im Netz zu finden?

Vielen Dank und

Ahoi
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  #2  
Alt 16.02.2010, 12:08
Wahrsager Wahrsager ist offline
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Wahrsager kann auf vieles stolz seinWahrsager kann auf vieles stolz seinWahrsager kann auf vieles stolz seinWahrsager kann auf vieles stolz seinWahrsager kann auf vieles stolz seinWahrsager kann auf vieles stolz seinWahrsager kann auf vieles stolz seinWahrsager kann auf vieles stolz seinWahrsager kann auf vieles stolz seinWahrsager kann auf vieles stolz sein
AW: Überbauen Grundstücksgrenze mit Wärmedämmsystem

Mit dem Nachbarn besteht Einigkeit über einen Überbau.

Es könnte nur Schwierigkeiten geben, wenn keine Einigung erzielt worden wäre. Einseitig könnte der Nachbar es dann verbieten. Es ist dann ein geplanter Überbau den der Gesetzgeber nicht kennt.

Hier in Ihrem Fall müsste nichts getan werden, ein Überbau verjährt, wenn nicht sofort dagegen vorgegangen wird, BGB § 912 Überbau; Duldungspflicht. Es kann somit auch kein nachfolgender Eigentümer dagegen vorgehen.

Eine Baulast ist ins Baulastenverzeichnis einzutragen.
Baulasten gelten solange, bis sie nicht mehr benötigt werden.

Eine Grunddienstbarkeit kann nur gelöscht werden, wenn der Nachbar zustimmt.
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  #3  
Alt 16.02.2010, 15:09
Ahoi Ahoi ist offline
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Beiträge: 2
Ahoi befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
AW: Überbauen Grundstücksgrenze mit Wärmedämmsystem

Vielen Dank Wahrsager für die Antworten

Ja, mit dem Nachbar besteht Einigkeit, allerdings weiß mein Nachbar noch nicht, wann er seinen Giebel dämmt. Das kann also noch Jahre dauern. Daher möchte er einen Vertrag, wo die Gegenseitigkeit festgehalten wird.

Da dies in Jahren nicht mehr der gleiche Nachbar sein kann, möchte ich im Gegenzug im Vertrag festhalten, was für ein Wärmedämmsystem (Stärke der Dämmung, Anpassung Dach usw.) verbaut wird.

Daher leider noch mal meine Frage:

1) Würdest Du einen „einfachen“ Gestatungsvertrag (ohne Eintragung) oder lieber mit einer eingetragenen Grunddienstbarkeit machen?

2) Hättest Du eine Vertragsvorlage, auch wenn die Vorlage einen einseitige Überbauung behandelt, damit ich ein besseres Gefühl bekomme, was alles im Vertrag stehen muss?

Vielen Dank und Ahoi
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  #4  
Alt 16.02.2010, 16:42
Wahrsager Wahrsager ist offline
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AW: Überbauen Grundstücksgrenze mit Wärmedämmsystem

Einen allgemeinen Vertrag wird es nicht geben.

Ein Vertrag unter den jetzigen Nachbarn gilt nur für diese. Bei einem Eigentümerwechsel ist der neue Eigentümer nicht an den Vertrag gebunden.

Wird eine Grunddienstbarkeit eingetragen, so ist diese privatrechtlich. Im Streitfall kann direkt gegen den Nachbar vorgegangen werden.
Mit der Grunddienstbarkeit kann kaum die Ausführungsart festgeschrieben werden. Ob diese Ausführungsart in ein paar Jahren noch auf den Markt erhältlich ist, kann fraglich sein.
Es kann evtl. nur eine Dicke zur Wärmedämmung angegeben werden. Ein Mitsprachrecht in der Außenansicht sollte in den Vertrag einfließen.
Für die Grunddienstbarkeit muss der Notar aufgesucht werden, dort können Sie alles erzählen was in den Vertrag einfließen soll.

Vorgesagtes gilt fast auch für eine Baulast, die jedoch nicht privatrechtlich sondern öffentlich rechtlich geregelt ist. Diese können die Grundstückseigentümer direkt beim Bauamt in das Baulastenverzeichnis eintragen lassen. Wahrscheinlich ist dies sowieso wegen des Überbaus notwendig.
Im Streitfall muss man sich an das Bauamt wenden und nicht direkt an seinen Nachbarn. Das Bauamt würde dann prüfen und gegen den Betroffenen vorgehen.
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